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Die Zooschule besteht seit über 40 Jahren. Drei Kollegen stehen für die wichtigsten Kunden - Lehrer, Schüler und Studenten - bereit.
Lehrer
Geschichte
Ziele
Aufgaben
Lehrer

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Erwin Bastian, Gymnasiallehrer für Biologie und Erdkunde in der Wilhelm-Raabe-Schule, unterrichtet mittwochs und donnerstags in der Zooschule. |
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Joachim Haßfurther, Diplom-Biologe und Angestellter des Schulamtes Hannover, unterrichtet montags bis freitags in der Zooschule. |
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Stefan Zantop, Gymnasiallehrer für Biologie und Chemie am Gymnasium Schillerschule Hannover, unterrichtet montags und dienstags in der Zooschule. |
Geschichte
Vor rund 135 Jahren war der Bildungsgedanke das entscheidende Motiv für die Entstehung des hannoverschen Zoos. Es mussten aber noch fast 100 Jahre vergehen, bis sich die Einsicht durchsetzte, dass bei einer immer weitergehenden Differenzierung der Aufgaben in einem Zoologischen Garten auch pädagogische Fachkräfte erforderlich sind. Nach der Einrichtung der ersten deutschen Zooschulen in Frankfurt 1960 und Köln 1964 wurde in Hannover 1965 die dritte Einrichtung dieser Art geschaffen. Anlass war damals der Plan, auf dem Zoogelände einen Schaubauernhof zu etablieren, in dem Schulkinder lernen sollten, wie Tiere im bäuerlichen Umfeld leben. Die Zoolehrerin wurde sofort eine unverzichtbare Mitarbeiterin, der Bauerhof wurde erst 32 Jahre später realisiert, als der Zoo zum Themenpark umgestaltet wurde.
1974 wurde die Zoopädagogin der Abteilung "Schulische Sondereinrichtungen" des Schulamtes - dem heutigen Schulbiologiezentrum zugeordnet. Damit hatte sie Anschluss an ein Kollegium, dessen wesentliche Aufgaben die Pädagogik und die didaktischen Fragen des außerschulischen Biologieunterrichtes umfassten. Die indirekte Betreuung von Lehrerinnen und Lehrer und Schülerinnen und Schüler wurde intensiviert, da man erkannte, dass die Nachfrage das Angebot bei weitem übersteigt. In all den Jahren konnten nie mehr als zehn Prozent der Schulklassen direkt von der Zooschule betreut werden. Als Ausgleich wurden schriftliche Materialien wie Arbeits-hilfen, Rundschreiben und Tier-Informationsblätter erstellt.
1983 erhielt die Zooschule endlich einen Unterrichtsraum. 1985 erweiterte sich der Einmannbetrieb der Zooschule, denn die damalige Bezirksregierung ordnete zwei weitere Lehrkräfte mit je 15 Beratungsstunden in der Woche ab.
Durch sie konnte die Arbeit in der Zooschule erheblich intensiviert werden, besonders die Lehrerfortbildung und die Erstellung von Materialien machten große Fortschritte.
Ab 1994 wurde der hannoversche Zoo völlig neu konzipiert und bis heute in seinen Grundbereichen neu erbaut. Seit 1997 ist die Zooschule mit einem eigens dafür gestalteten Gebäude malerisch in den Hof Meyer eingegliedert worden.
Tiere und Menschen begegnen sich. Die Zooschule im Jahr 2000 (ppt, 5,5)
Ziele
Die Zooschule Hannover fühlt sich im Wesentlichen drei Bereichen verpflichtet, die sich in ihren Zielen und Aufgaben durchaus unterscheiden.
Für Schülerinnen und Schüler aus den Schulen der Region Hannover gestalten die Mitarbeiter der Zooschule einen erlebnisorientierten Unterricht, der sich an den Curriculae der verschiedenen Schulformen ausrichtet und Anknüpfungspunkte zum Erwerb naturwissenschaftlicher Kompetenzen liefert. Sie unterstützen zudem Lehrer und Studenten bei der Umsetzung von Unterricht am außerschulischen Lernort Zoo durch Aus- und Fortbildungsveranstaltungen und durch Beratungsgespräche zu unterrichtlichen Themen.
Die Grundgedanken des Schulbiologiezentrums Hannover versuchen die Mitarbeiter der Zooschule durch einen hohen emotionalen Anteil im Unterricht gerecht zu werden. Die Nähe zum Tier können über möglichst viele Sinne Phänomene des Lebendigen den Schülern vermitteln werden. Die Verlangsamung des Unterrichtes durch bewusste Reduktion der Inhalte ist ein zweiter grundsätzlicher Gedanke des Zooschulunterrichtes. Aber auch die Schaffung von Basiswissen über die curricularen Vorgaben hinaus gehört zu den Aufgaben im Zooschulalltag.
Die pädagogischen Aufgaben des Erlebnis-Zoos Hannover als richtungsweisender Zoologischer Garten sind in der „Strategie einer Bildung für Naturschutz“ enthalten, die im September 2010 von der „European Association of Zoos and Aquaria“ (EAZA) in Amsterdam herausgegeben wurde. Hier wird festgestellt, dass die Bildungsarbeit im Zoo darauf ausgerichtet sein soll, „Zoobesuchern klar zu machen, dass das langfristige Überleben der Menschheit auf der Erde vollständig davon abhängt, ob es gelingt, rasch weltweit zu einer nachhaltigen Entwicklung überzugehen. Dieses Bewusstsein soll dazu führen, dass politische Aktionen gestartet werden, die darauf abzielen, alle menschlichen Aktivitäten innerhalb der nächsten drei bis fünf Jahrzehnte weltweit auf ein nachhaltiges Niveau zu heben.“
Bildung für nachhaltige Entwicklung (BnE) ist in diesen drei Bereichen die Leitlinie unserer Arbeit.
Aufgaben
In Anlehnung an ein umfassendes Konzept der Zoopädagogik nimmt die Zooschule Hannover u. a. folgende Aufgaben wahr:
Veranstaltungen mit Schulklassen aus Hannover, Niedersachsen und den umliegenden Ländern: Pro Jahr führen wir mehr als 400 Veranstaltungen mit über 7000 Schülern durch. Eine frühzeitige Anmeldung wird dringend empfohlen!
In allen Schulstufen spielt die originale Begegnung mit den exotischen Tieren eine wesentliche Rolle. Der Zugang zu den Unterrichtszielen erfolgt sowohl kognitiv als auch emotional über möglichst viele Sinne, über Spiel oder z.B. über Ästhetik. Im Grundschulbereich spielen die Themen Jungtiere, Ernährung und kennen lernen von Tierpersönlichkeiten eine wesentliche Rolle. Im Sekundarstufenbereich I liegt der Schwerpunkt bei den Themen Anpassung an Lebensräume, Artenvielfalt und Systematik, sowie Tiergartenbiologie. Im Sekundarstufenbereich II überwiegen die Themen Primatologie, Ethologie und Evolution. Wir haben keinen fest umrissenen Themenkanon, den wir anbieten. Wir bieten in Absprache mit den Lehrern individuellen Unterricht, der möglichst für die jeweilige Lerngruppe passend ist.
Veranstaltungen für Biologiestudenten (Uni Hannover, Bielefeld, Hildesheim usw.): rund 5 Veranstaltungen pro Jahr.
Nach ausführlicher Absprache zum Inhalt mit Universitätsdozenten finden zum Teil mehrtägige Veranstaltungen zu unterschiedlichen Themen für Bachelor- und Masterkandidaten statt.
Veranstaltungen zur Ausbildung von Pädagogen (Lehrer, Kindergärtnerinnen und Erzieher)
Schwerpunkt dieser Veranstaltungen bildet das Thema: “Die Nutzung des Zoos als außerschulischer Lernort für alle Schulstufen und -formen” in der zweiten Phase der Lehrerausbildung. Die angehenden Lehrer sollen durch Einweisung in die Methodik und Didaktik des Zoounterrichtes zum eigenständigen Arbeiten mit Gruppen befähigt werden. Auch die Betreuung von Examensarbeiten ist Teil dieses Aufgabenbereichs.
Veranstaltungen zur Lehrerfortbildung (reg. Lehrerfortbildung, schulinterne Lehrerfortbildung, Veranstaltungen des Verbandes Deutscher Biologen, usw.)
Neben tiergartenbiologischen und systematischen Themen werden auch Themen aus dem Kunstbereich (Arbeiten mit Ton und Farben, Videoarbeit usw.) durchgeführt. Dabei wird den Kollegen der Unterrichtsort Zoo durch praktisches Tun und theoretisches Untermauern nahegebracht.
Einzelberatung für Lehrer und Zoointeressierte: Nach vorheriger Terminabsprache täglich, auch in den Ferien. Sprechstunde: Mo. – Fr. 13:30 – 14:30
Eine der wichtigsten Aufgaben in der zoopädagogischen Arbeit ist direkte Beratung von telefonischen und schriftlichen Anfragen zu einem weiten Themenkreis, besonders zur Durchführung des Eigenunterrichtes, zur Absprache von Inhalten geführter Unterrichtsgänge, sowie ausführlicher Planung von Projektwochen zum Thema Tier und dessen Lebensraum.
Erstellung von pädagogischem Informationsmaterial (Zooschulbroschüre, Tierinfos, Themenhefte, Arbeitsblätter). Nahezu alle Materialien sind auf dieser Homepage eingestellt und können kostenlos für Unterrichtszwecke verwendet werden.
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